Schlafstörung und Schnarchen

Schlafstörungen / Schnarchen

Nicht immer ist das Schnarchen harmlos. Schnarchen stört den Schlaf und wenn man sich während des Schlafens nicht mehr erholt, sollte der HNO-Arzt aufgesucht werden. Fehlende Erholung erkennt man z.B. an Müdigkeit während des Tages, morgendliche Unausgeschlafenheit (man hat nur das Gefühl, man hätte gut geschlafen, fühlt sich aber total gerädert), Trockenheit im Mundraum und Minderung der Konzentration.

Entstehung des Schnarchens

Bei Atemwegsverengungen verfällt man oft ins Schnarchen. Dabei können auch kurzfristig Erkältungskrankheiten oder auch etwas zu viel Alkohol (dies führt zur Erschlaffung der Muskulatur) die Ursache sein. Man wacht morgens schwerfällig auf und der Sauerstoffgehalt im Blut war herabgesetzt. Während des Schlafens wacht man durch das eigene Schnarchen oder durch mangelnde Sauerstoffkonzentration kurz auf und der durchgängige Schlaf wird unterbrochen bzw. verhindert. Dabei erwacht man eben nicht gänzlich. Dies wird von den Betroffenen häufig nicht wahrgenommen. Es gibt auch Menschen wo die Sauerstoffkonzentration abnimmt, ohne das diese Schnarchen.

Suchen Sie einen HNO-Arzt auf, sobald Sie diese Symptome feststellen. Müdigkeit während des Tages kann im gröbsten Fall zu außerordentlich gefahrvollen Situationen (Sekundenschlaf z.B. beim Autofahren) führen. Für die Schlafüberprüfung gibt es entsprechende medizinische Geräte, die zu Hause eingesetzt werden können. Ein solches Gerät kann unsere HNO Praxis in Essen zur Verfügung stellen. Sie führt auch die notwendige Behandlung durch.

Schnarchursachen

Schnarchen ist ein störendes, lautes Geräusch. Es entsteht in den oberen Atemwegen, wenn der Mensch schläft. Je älter man wird, desto mehr schnarcht man und etwa die Hälfte aller älteren Menschen schnarcht. Männer öfter als Frauen. Bei Kindern liegt die Quote im Bereich von 10 %.

Zäpfchen und Gaumengewebe können flattern; auch Zungen- und Rachenmuskulatur können erschlaffen. Weitere Gründe sind die Behinderung der Nasenatmung: Z.B.: Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuschel sowie Nasenpolypen. Auch die Lage des Körpers kann in einigen Fällen Schnarchen bedingen. Wenn man auf dem Rücken liegt, beginnt man häufiger zu Schnarchen als wenn man auf der Seite liegt. Der Zungengrund oder das Zäpfchen- und Gaumengewebe sinkt dabei oft nach hinten und verengt oder blockiert auf diese Weise das Atmen.

Auch eine genetische Veranlagung oder zu hohes Körpergewicht können Schnarchen auslösen. Der Atmungsapparat ist nicht in jeder Körperlage fähig, eine für das Atmen notwendige nötige Spannung aufrecht zu erhalten. Ebenso können Alkoholgenuss, Beruhigungs- und Schlafmittel (Tranquilizer) wie auch Psychopharmaka dazu beitragen, dass man zu schnarchen beginnt.

Schlafapnoe

Die zwei Arten des Schnarchens sind: Ein gelegentliches, nicht gefährliches Schnarchen sowie ein krankhaftes Schnarchen. Schnarchen könnte ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung darstellen. Nicht nur unangenehm, sondern gefahrvoll wird es, sollte zu nächtlicher Zeit die oberen Atemwege teilweise verschlossen sein. Dies geschieht z.B. durch eine Erschlaffung der Muskulatur des Schlundes. Der Schlafende kann dann nicht mehr atmen, obwohl das Zwerchfell weiter seine Bewegungen ausführt. Apnoe heißen diese Atemaussetzer. Gibt es beim Schlafen in der Stunde mehr als 10 solcher Atemaussetzer, bezeichnet man dies als „Schlaf-Apnoesyndrom“. Allerdings: Bereits fünf und mehr Atempausen von mehr als 10 Sekunden Dauer pro Schlafstunde bedeuten ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom, wenn darüber hinaus noch andere diagnostische Kriterien vorliegen (z.B. großer Hang zur Schläfrigkeit während des Tages).

Der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt bei den Apnoe-Phasen. Gehirn-, Blut- und Lungengefäßdruck erhöhen sich. Das System Herz-Kreislauf wird außerordentlich belastet. Stellt der Körper eine Minderversorgung an Sauerstoff fest, beginnt er mit einer Änderung der Position oder weckt den Schlafenden kurz auf. Dies wiederholt sich in besonderen Fällen bis zu sechshundert Mal pro Nacht. Es liegt auf der Hand, dass dies für den Schlafenden gravierende Folgen haben kann. Diese stellt er allerdings selten in einen Zusammenhang mit seiner Erkrankung fest. Er selbst bemerkt ja nichts von seinen nächtlichen „Aktivitäten“ (oder besser: „Inaktivitäten“). Lediglich müde und unausgeschlafen fühlt er sich zu Beginn der Erkrankung.

Schlafapnoesyndrom: Symptome

  • Schläfrigkeit am Tage
  • Konzentrationsschwäche
  • Unausgeruhtheit beim Erwachen
  • Schwindelgefühl am Morgen
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Nächtliches Schwitzen
  • Zur Nachtzeit häufiges Wasserlassen
  • Nach dem Aufwachen Kopfschmerz
  • Generelle Leistungsschwäche

Folgen des Schnarchens

Oft nimmt man die Folgen des Schnarchens nicht unbedingt ernst. Die ersten Auswirkungen des Schnarchens zeigen sich zunächst wegen des fehlenden erholsamen Schlafes. Wenn man schnarcht, werden Tiefschlafphasen und das Träumen gestört. Beides sind zentrale Voraussetzungen für das Wohlbefinden. Es resultieren daraus erhöhte Müdigkeit und Nervosität und dies trotz langen Schlafes. Schwerere Fälle können unter Umständen Beeinträchtigungen des Herzens oder des Kreislaufsystems zur Folge haben. Dies bedeutet ein höheres Risiko hinsichtlich Infarkten und Schlaganfällen. Schlafapnoe nicht zu behandeln, birgt ein großes Risiko für Beeinträchtigungen im Beruf in sich. Kfz-Unfälle können verursacht werden. So zeigte eine Studie ein dreifach erhöhtes Risiko für Verkehrsunfälle.

Die American Heart Association zeigte in einer norwegischen Studie, dass nicht ausreichendes Schlafen auf lange Sicht Herz und Gefäße beeinträchtigt und gefährdet. Man kann das auch in Ziffern ausdrücken: Das Herzinfarktrisiko steigt um 30 Prozent bei Menschen, die nachts oft wach werden. Es steigt um 45 Prozent bei denjenigen, die oft unter Einschlafstörungen leiden. Auch bei denjenigen, die sich nach dem Schlaf nicht genügend regeneriert fühlen, erhöht sich der Studie nach das Herzerkrankungsrisiko um 27 Prozent. Die Forscher bewerteten das Gesamtrisiko als umso größer, je größer die Zahl verschiedener Schlafstörungssymptome bei den Studienteilnehmern war. Über die beschriebenen Symptome hinaus können bei Männern Erektionsstörungen auftreten. Regensburger und Münchener Forscher fanden in einer Studie heraus, dass bei 69 Prozent der von Schlafapnoe betroffenen Männer Erektionsstörungen auftraten.

Das Schnarchen des Betroffenen ist auch für die Gesundheit des Partners und für die Beziehung ein Risiko. Wacht der Partner durch die nächtlichen Geräuschangriffe und Phonberge auf, ist das mehr als unangenehm. In unserer Praxis werden Sie ganz individuell beraten, wenn Sie sich als Betroffener an uns wenden. Es existiert heute eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Schnarchursache herauszufinden und danach eine Therapieerarbeitung mit Ihnen anzugehen.

Behandlung in der HNO Praxis Essen
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HNO Essen – Blick aus dem Wartezimmer

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